Hallo zusammen, ich bin neu hier, mein Name ist Dennis und ich bin 33 Jahre alt.
Ich bin seit knapp 8 Jahren im vorbeugenden Brandschutz tätig, davon sechs Jahre als Servicetechniker , also Wartung von brandschutztechnischen Einrichtungen wie Feuerlöscher, Wandhydranten, Rauchabzugsanlagen, Brandschutztüren etc. Schon immer hatte ich eine kleine Affinität zum Schreiben, lese mich gern in neue Themen ein und verfasse gerne Texte. Deshalb habe ich überlegt, welche Weiterbildung meine beruflichen Chancen im Brandschutz verbessern könnte. So bin ich auf die Weiterbildung zum Brandschutzbeauftragten gestoßen, die ich auf eigene Kosten absolviert habe.
Mir war bewusst, dass ein Brandschutzbeauftragter schriftlich bestellt werden muss, und ich ging davon aus, dass dies ab ca. 5000 m² gesetzlich vorgeschrieben ist , also meist bei großen Sonderbauten wie Krankenhäusern oder Universitäten. Während des Lehrgangs kam dann die Ernüchterung: Von 20 Teilnehmern waren nur zwei Brandschutztechniker wie ich, einer von der Berufsfeuerwehr und der Rest ausschließlich Fachkräfte für Arbeitssicherheit, die laut Chef den Brandschutz „nebenbei“ betreuen sollen. Viele verließen den Lehrgang wieder mit dem Gefühl, wenig Neues gelernt zu haben. Eigeninitiative war hier definitiv eine Grundvoraussetzung. Und ich lernte nach dem Lehrgang, dass so viele Brandschutzbeauftragte gar nicht gesucht werden.
Seit 1,5 Jahren bin ich nun durch Glück wie auch immer in meinem ersten Bürojob in einem Sachverständigenbüro im Brandschutz gelandet. Wir beraten Architekten, Bauherrn und Fachplaner in allen Bereichen des vorbeugenden Brandschutzes. Ich hatte mich als Projektingenieur beworben, mit der Bitte um kurze Einarbeitung, um täglich dazuzulernen und mich zu beweisen. Mein Chef machte allerdings schnell klar, dass dies ohne Studium nicht möglich sei, ich aber Stellungnahmen und Brandschutzkonzepte trotzdem erstellen könne, die er am Ende prüft. Klar, man könnte sagen, ich bin „billige Arbeitskraft“, aber mir macht die Arbeit so viel Spaß, dass ich bereits einige Brandschutzkonzepte selbstständig erstellt habe.
Es war ein Stück Stolz für mich, fertige Brandschutzkonzepte also echte Ingenieursarbeit abgeben zu können, bei denen im schlimmsten Fall nur ein paar Sätze vom Chef geändert wurden. Durch diese Arbeit bin ich mittlerweile sehr vertraut mit den Anforderungen im Brandschutz in verschiedensten Bereichen. Außerdem ist die Erstellung der Brandschutzordnung komplett in meinen Verantwortungsbereich übergegangen, auch weil andere dies neben ihrer Arbeit nicht übernehmen wollten. Die Erfahrung, die ich hier sammle, ist wirklich wertvoll. Wir wechseln täglich zwischen Sonderbauten, Wohngebäuden, BauO, Sonderbauverordnung, Krankenhäusern , also wirklich allen Bauvorhaben. Kürzlich habe ich zum Beispiel eine Abweichung in einem Bauvorhaben mit der Feuerwehr und Genehmigungsbehörden besprochen.
Vertraglich bin ich als „Assistent der Geschäftsführung“ eingestellt, und immer wieder schaue ich, ob Brandschutzbeauftragte gesucht werden. Meist wird allerdings nur eine Fachkraft für Arbeitssicherheit mit Zusatz Brandschutz gesucht. Nun bin ich auf eine interessante Stellenanzeige gestoßen: Projektleiter im Bereich Brandschutz in einem Krankenhaus und dort zum Vorstellungsgespräch eingeladen worden.
Ich würde gern erfahren, ob jemand in diesem Bereich arbeitet und Erfahrungen austauschen möchte. Ich fühle mich durch meine technische und theoretische Erfahrung sehr geeignet. Besonders reizt mich die Möglichkeit, in einem klaren Themengebiet z.B wie in dem Fall einem Krankenhaus zu arbeiten anstatt jeden Tag zwischen 20 Bauvorhaben wechseln zu müssen.